Workshop-Formate auf Anfrage

Wir bieten eine Vielfalt thematischer Workshops an, für die Sie uns zu Ihrem Wunschtermin und –ort als ReferentInnen anfragen können.

Länge, Format und Inhalte besprechen wir gerne mit Ihnen persönlich. Schreiben Sie uns mit Angabe des gewählten Workshop-Themas an unter: info@zertifikat.kueser-akademie.de.

 

Praxis-Workshop DENKKRAFT: SELBST DENKEN!

Der Workshop ist konzipiert für 1 Tag

Konzentration im Denken fällt oft schwer und wird uns heute von außen nicht gerade leicht gemacht – im Gegenteil. Technologische Entwicklungen zielen eher darauf ab, uns das Denken abzunehmen, scheinbar zu erleichtern oder versprechen, es besser zu können als wir, verunmöglichen es dabei allerdings gerade.

Anhand von praktischen Übungen im Musikalischen, im Naturwahrnehmen und im gemeinsamen Denken anhand von kurzen wesentlichen Textausschnitten wird die Tätigkeit des Denkens bewusst gemacht und geübt. Eine philosophiegeschichtliche Einordnung hilft dabei, das Phänomen des Denkens, die unterschiedlichen Auffassungen davon und die Gegenwartsdimensionen des Denken-Könnens besser zu verstehen.

 

Praxis-Workshop DENKKRAFT: SELBST DENKEN!

Der Workshop ist konzipiert für 1,5 Tage

Unser schnelllebiger Alltag und die zunehmende Benutzung technischer Geräte lassen uns wenige Gelegenheiten, unser inneres Leben zu pflegen. Hier liegen jedoch unsere menschlichen Grundfähigkeiten: Wahrnehmen und Denken, die keine Technik so ersetzen kann. Beide zusammen bilden einen Schlüssel zur Selbstentwicklung – die Voraussetzung für die Gestaltung unserer Beziehung zu anderen Menschen und unserer Umwelt.

Im Seminar wollen wir die Prozesse der Wahrnehmung und des Denkens unter die Lupe nehmen: Anhand von vielfältigen Übungen erforschen wir unsere beiden seelischen Vermögen und suchen nach Wegen, sie zu vertiefen. Kurze philosophische Texte sowie Gegenstände des Alltags, der Natur und der Kunst bieten weite Übungsfelder, um sich selbst besser kennenzulernen und Inspirationen für eine eigene Übungspraxis mitzunehmen. Kurze Impulsvorträge zur Bedeutung des Denkens und Wahrnehmens für unsere Zeit runden das Seminarprogramm ab.

 

Praxis-Workshop WAHRNEHMUNG DER STILLE

Der Workshop ist konzipiert für 1,5 Tage

Unsere heutige (Arbeits-)Welt lässt uns wenig Möglichkeiten, aus einer inneren Ruhe und aktiven Stille heraus zu leben. Eine Überfülle an Eindrücken und ein schnelles Entscheiden üben oftmals Druck auf uns aus, der in einem gehetzten Lebensgefühl und wenig durchdachten Entscheidungen resultiert. Wir fühlen uns fremdbestimmt.

In der Musik ist Stille viel mehr als die Abwesenheit von Klang. Wie wird Stille musikalisch gestaltet? Lassen sich dabei unterschiedliche Qualitäten ausmachen? Übungen im Vorhören und Nachhören sowie eine Phänomenologie von Pausen in der Musik können zu einem vertieften Verständnis beitragen.

Philosophen aller Zeiten haben gewusst, dass nur aus einer besonderen Form des inneren Schweigens heraus Erkenntnisse entstehen können, die tragfähig sind und unser Menschsein nicht aus-, sondern einschließen. Um wirklich zu denken und zu eigenen Ideen zu kommen, brauchen wir die Fähigkeit, durch eigenen Entschluss für kurze Zeit ganz wach und gleichzeitig empfänglich zu sein.

Im Seminar werden wir gemeinsam kurzen Textstellen aus der Philosophiegeschichte nachsinnen, Übungen im aktiven Schweigen vollziehen und durch die Musik zu einer vertieften Erfahrung der Stille führen.

 

Praxis-Workshop HÖREN UND DENKEN

Der Workshop ist konzipiert für 1 Tag

Eduard Hannslick, der legendäre Wiener Musikkritiker, formulierte einmal, dass Musik ein „Denken mit Phantasie in Tönen“ sei. Was haben Hören und Denken miteinander zu tun? Gibt es Gemeinsamkeiten von Denkvollzügen und von musikalischen Vollzügen? Wenn wir Musik hören, können wir unsere Aufmerksamkeit auf den sich in der Zeit entfaltenden fortlaufenden Prozess  oder auf einzelne Elemente wie Melodie, Harmonie und Rhythmus lenken. Mit Hilfe des Denkens verknüpfen wir einzelne Begriffe zu einem sinnvollen Zusammenhang. Diese Verknüpfungsleistung des Denkens kann bewusst gemacht und geübt werden. Musik und Denken haben gemeinsam, dass sie kreative Vollzüge darstellen. Die Musikalität des Denkens zu verstehen heißt die eigene Ideen- und Innovationsfähigkeit zu schulen.

Mit einfachen gemeinsamen musikalischen Übungen gehen wir der Frage nach, wie im Musikalischen Zusammenhänge entstehen und als solche erlebbar werden. Eine grundlegende musikalische Phänomenologie in Bezug auf das Hören z.B. von Melodien und Intervallen unterstützt dieses Anliegen. Daran lassen sich zentrale Elemente eines kreativen Prozesses erleben, wie er auch für das Denken typisch ist, wie an einfachen Beobachtungen des eigenen Denkens und Erkennens sichtbar werden kann. Im Seminar reflektieren wir mit grundlegenden, voraussetzungslosen Übungen in Musik und Denken diese Zusammenhänge.

 

Praxis-Workshop NIKOLAUS CUSANUS UND UNSERE GEGENWART

Der Workshop ist konzipiert für 1 Tag

Die Gegenwart scheint eine Zeit der Spezialisierungen zu sein: Immer genauer und exakter wird menschliches Wissen und immer kleiner der Bereich, in dem man als Einzelner präzise Kenntnisse haben kann. Zugleich müssen wir alle zunehmend Universalisten werden. Sehr vieles in den unterschiedlichsten Bereichen gibt es, was man mit Hilfe der Technik selbst macht. Das aber ohne Spezialkenntnisse, vielmehr als Dilettant oder Laie. Damit sind auf der einen Seite unser kreatives Vermögen und auf der anderen Seite unsere gesunde Urteilsbildung gefordert: Können wir etwas tun, und wissen wir zu verantworten, was wir tun?

In einer Zeit zunehmender Komplexität bietet die nur scheinbar längst vergangene Philosophie des Nikolaus von Kues eine Folie zur Orientierung. Der Universalgelehrte der Renaissance entwickelte als erster das für unsere Zeit grundlegende Verständnis des Menschen als eines kreativen Gestalters seiner selbst und der Welt. Er reflektierte dabei zugleich die notwendigen Fähigkeiten, Übungen und Haltungen, die dafür zu entwickeln sind. Eine zentrale Gestalt des Cusanus ist dabei die Figur des Laien. Diese wollen wir im Workshop anhand ausgewählter Passagen kennenlernen und auf ihre Gegenwartsrelevanz hin befragen. Zur Einführung und Kontextualisierung werden darüber hinaus Überblicke über die cusanische Philosophie, die Renaissance und die Philosophiegeschichte der Neuzeit gegeben.

 

Praxis-Workshop PHILOSOPHIEGESCHICHTE AN EINEM WOCHENENDE

Der Workshop ist konzipiert für 1,5 Tage

Geschichtsvergessenheit ist ein häufig geäußerter Vorwurf in der Gegenwart. Warum aber sollten wir überhaupt Geistesgeschichte gegenwärtig haben? Wie hilft uns der antike Sokrates für das 21. Jahrhundert? Das Wochenende wird anhand der Frage nach dem Wesen des Menschen den abendländischen Denkweg in wesentlichen Entwicklungen nachzeichnen und zeigen, dass ein Verständnis dieser Bewegung uns erlaubt, uns im Heute zu orientieren.

Ähnlich wie in einer individuellen Biographie ist die erlebte Geschichte mit ihren Erfahrungen, Fähigkeiten und Erlebnissen ein Ausgangspunkt, den man notwendig kennen muss, um das eigene Dasein im Jetzt sinnvoll zu gestalten und nächste Schritte zu gehen.

Im Workshop wechseln sich geistesgeschichtliche Überblicke, konkrete Lektüre exemplarischer Textpassagen und Kunstbetrachtungen ab.

 

Praxis-Workshop WAS BEDEUTET ES, EIN ÜBENDER MENSCH ZU SEIN?

Der Workshop ist konzipiert für 1 Tag

Das gegenwärtige Berufs- und Arbeitsleben erfordert häufig nicht mehr nur, sich an äußere Gegebenheiten anpassen zu können. Vielfach suchen Menschen nach einer Übungspraxis und der Pflege eines seelisch-geistigen Innenraums. Für Manche ist gar eine innere Praxis der einzige Weg, um sich gesund  als leistungsfähig  und gestaltend im Alltag zu empfinden.

In diesem Workshop geht es um das Erforschen des Übens als Grundlage für eine selbstgestaltete Persönlichkeitsentwicklung. Dabei steht weniger im Fokus, was geübt wird, sondern wie und mit welchem Bewusstsein. Wir blicken also auf den Teil in uns, der im Vollzug wahrnehmen und
(Übungs-)Prozesse gestalten kann.

Die Grundlage für diesen Praxis-Workshop bilden vielfältige Übungen aus dem Bereich des Denkens und der Wahrnehmung (Körper, Dinge, Natur,
Kunst). Die praktischen Übungen werden durch Texte ergänzt und philosophische Grundlagen vermittelt, um die Beobachtungen begrifflich verorten zu können.

 

Praxis-Workshop LEBENDIGES DENKEN: Warum wir das in Organisationen brauchen

Der Workshop ist konzipiert für 1 Tag

Unsere Gegenwart stellt Organisationen vor große Herausforderungen: Wie kann Zusammenarbeit so gestaltet werden, dass Selbstentwicklung und Verantwortungsbewusstsein ermöglicht werden? Wie entstehen kreative Ideen, die Verantwortung für Mensch und Natur in sich tragen? Wie verstehen wir das Phänomen der Digitalisierung so, dass wir jetzt gestaltende Entscheidungen für die Zukunft treffen?

Die Grundlage aller dieser Fähigkeiten ist, ist,  Phänomene in ihren Zusammenhängen und ihrer Komplexität erkennen zu können. Ein lebendiges Denken, das solche Bewegungen beherrscht, entwirft immer Neues, anstatt Bestehendes zu wiederholen.

Lebendig denken heißt, sich selbst zu verändern, um selbst Veränderungsprozesse führen zu lernen.

In diesem Workshop lernen Sie konkrete Facetten des lebendigen Denkens kennen: Übungen im Wahrnehmen, gemeinsamen Denken und musikalischen Hören werden begleitet von philosophischen Perspektiven zur Ausbildung eines prozessualen Denkens.

 

Neues Format:  ZEITFRAGENDIALOG

Zeit

Ein Charakteristikum der gesellschaftlichen Gegenwart ist,  dass auf der einen Seite gewohnte Werte nicht mehr tragen, auf der anderen Seite neue Problemstellungen und Herausforderungen bewältigt werden müssen, für die das bisherige Inventar menschlichen Wissens, menschlicher Kultur und Technik nicht auszureichen scheint.
Dass gewohnte Werte nicht mehr tragen, meint, dass Werte und Einsichten nicht mehr von außen, durch Erziehung, Tradition etc., Menschen so gegeben werden können, dass automatisch eine Verbindlichkeit entsteht. Erst wo ein Gedanke selbst gedacht wird, beginnen Verstehen und Handeln sich wieder sinnvoll und verantwortungsstiftend aufeinander beziehen zu können.
Dass neue Problemstellungen und Herausforderungen bewältigt werden müssen, meint, dass die Lösung nicht aus der Bewusstseinsform heraus gefunden werden kann, die in das Problem geführt hat.

Fragen

Die gegenwärtige Bewusstseinsform eines technisch-wissenschaftlichen Zeitalters ist ergebnis- und produktorientiert. Erkennbar ist Gewordenes, Quantitatives, Fertiges – ein Objektives, Gegebenes, dem sich der Mensch als ein von ihm getrenntes Subjekt gegenüberstellen kann. Dagegen steht aber: Nur wo eine selbst gewonnene Einsicht vollzogen wird, vermag ein so gefasster Gedanken für eine Person und ihr Handeln verbindlich zu werden. Jede wirkliche Erkenntnis fußt auf einem kreativen, lebendigen Prozess. Fragen als Staunen über ein noch Unerkanntes oder als ein In-den-Blick-Nehmen einer Aufgabe kann als ein solcher Prozess verstanden werden. Er besteht nicht in einem Austausch von Meinungen oder in einem Spiel der Standpunkte, sondern in dem Versuch eines bewussten Eintretens in die Offenheit mit der Bereitschaft, sich eine neue Erkenntnis schenken zu lassen – und sie kritisch zu prüfen.

Dialog

In dem geschilderten Sinne möchte das Philosophische Seminar der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte innerhalb seines Weiterbildungsprogramms das Gespräch suchen zwischen Menschen aus der Wissenschaft und Menschen aus Politik und Gesellschaft, um Fragen der Zeit im Dialog in einen Erkenntniswerdeprozess zu bringen. Inhalte, Formate, Dauer etc. besprechen wir gerne gemeinsam mit Ihnen persönlich!